TECHNISCHE
MERKMALE DER KAMMERFILTERPRESSE
Die Tecnoidea-Kammerfilterpresse beruht auf mehr als zehnjähriger
Erfahrung im Anlagen-und Maschinenbau und ist heute aufgrund ihrer
technologischen Konzeption und zuverlässigen Funktion voll ausgereift.
Die Kammerfilterpressen gibt es in verschiedenen Ausführungen:
vom Mod. 630/4/45 mit 4 Kammern in den Abmessungen 630x630x45 mm
bis zum Mod. 1300/90/30 mit 90 Kammern in den Abmessungen 1300x1300x30
mm.
Sie haben pro Arbeitszyklus Leistungen von 0,07 bis 5,0 m3 Trockenschlamm.
Auf diese Weise können Stundenleistungen von durchschnittlich
0,2 bis 15 m3 und Tagesleistungen von 1 bis 400 m3 Trockenschlamm
erreicht werden. Das gilt für die durchschnittliche Leistung
von 2-6 Presszyklen pro Stunde. Die effektive Leistung ist entscheidend
vom Schlammtyp abhängig, wobei 10 ebenso wie 1 Zyklus pro
Stunde möglich sind.
Die schwere und robuste Konstruktion gewährleistet hohe Zuverlässigkeit
und lange Lebensdauer. Alle Materialien sind sorgfältig verarbeitet.
Die verwindungssteife Konstruktion ist so ausgelegt, dass alle
Teile der Anlage leicht zugänglich sind. Da die Kammerfilterpresse
vollautomatisch arbeitet, wird kein permanent anwesendes Bedienungspersonal
benötigt.
Bei allen von Tecnoidea Impianti hergestellten Filterpressen kommt
eine spezielle, hochwertige Rostschutzbehandlung zur Anwendung:
1. Sandstrahlen nach Sa 2½.
2. Metallflammverzinkung 99,99% 70 – 90 µ.
3. Grundanstrich auf Epoxydharz-Basis.
4. Deckanstrich auf Epoxydharz-Basis.
Aufgrund der extrem korrosiven Arbeitsumgebung ist ein derartiger
Schutz unerlässlich.
Die robusten Filterkammern von Tecnoidea Impianti sind mit widerstandsfähigen
Polypropylen-Filtertüchern ausgestattet. Die Filtertücher,
die normalerweise eine Lebensdauer von sechs bis vierundzwanzig
Monaten haben, sind leicht auswechselbar.
Für den Presszyklus werden die Filterkammern mit ca. 280
bar hydraulisch geschlossen. Daraufhin wird der Nassschlamm mit
Hilfe der Schlammpumpe in die Filterkammern gepresst und ständig
unter Druck gehalten, um gleichzeitig zwei Ergebnisse zu erzielen:
1. Zunächst wird das im Schlamm enthaltene Wasser ausgepresst,
das durch das engmaschige Netz des Filtergewebes hindurchfließt,
um dann aus den Dränkanälen im unteren Bereich der Kammer
abzufließen.
2. Das zweite Ergebnis besteht im Auffangen aller im Flüssigschlamm
enthaltener Feststoffe. Da die Feststoffpartikel größere
Abmessungen als das Filtergewebe aufweisen, werden sie zurückgehalten
und führen dann durch ihr bloßes Anhäufen zur Bildung
des Schlammkuchens.
Der TS-Gehalt des Schlamms hängt von der Presszeit ab.
Die Anpressdauer kann durch Verstellen der Niveau-Sonde in der
Ablaufrinne variert werden.
Die Zyklusdauer ergibt sich proportional aus der Einstellung für
den gewünschten Trocknungsgrad des Schlammkuchens. Durch die
o.g. Variationsmöglichkeiten der Niveau-Sonde erhalten wir
Trockungsgrade zwischen 65 – 85%.
Sobald sich der Wasserspiegel des abfließenden Wassers unterhalb
der Niveau-Sonde befindet, schaltet sich die Schlammpumpe automatisch
ab. Gleichzeitig lässt der Druck auf das Kammerpaket nach,
so dass der Kolben einfahren kann und dabei alle Kammern öffnet.
Der gepresste Filterkuchen fällt ab.

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